Der Energieversorger PreussenElektra und der US-Konzern NVIDIA wollen gemeinsam prüfen, ob sich ehemalige Atomkraftwerke für den Bau von KI-Fabriken nutzen lassen. Wie der NDR berichtet, kommen dafür auch drei Standorte in Niedersachsen infrage. Die Unternehmen wollen dazu die vorhandene Energieversorgung und die Eigenschaften der Standorte ebenso betrachten wie die verfügbaren Flächen. Diese Gegebenheiten sollen anschließend mit den technischen und betrieblichen Vorgaben abgeglichen werden, die Rechenzentren für künstliche Intelligenz benötigen, teilte PreussenElektra mit.
Zu den infrage kommenden Anlagen gehören die Kernkraftwerke Unterweser im Landkreis Wesermarsch, Grohnde im Landkreis Hameln-Pyrmont und Stade. Alle drei Standorte zählen zu den Anlagen, deren Rückbau PreussenElektra übernommen hat.
Nach Einschätzung von PreussenElektra eignen sich ehemalige Atomkraftwerksstandorte grundsätzlich gut für solche Projekte. Als Vorteile nennt das Unternehmen weitläufige Industrieareale, starke Stromnetzanschlüsse und eine gewachsene Infrastruktur. Mit dem Vorhaben gemeinsam mit NVIDIA sehe der Konzern nicht nur die Möglichkeit, die Standorte verantwortungsvoll weiterzunutzen. Es verbinde damit auch die Hoffnung auf neue wirtschaftliche Impulse für die betroffenen Regionen.
NVIDIA sieht an den früheren Kraftwerksstandorten ebenfalls gute Voraussetzungen für den Aufbau leistungsstarker KI-Infrastruktur in Deutschland. Markus Hacker, Senior Regional Director bei NVIDIA, verwies darauf, dass KI-Fabriken auf eine verlässliche Energieversorgung, geeignete Flächen und leistungsfähige Infrastruktur angewiesen seien.
Die Prüfung sei allerdings ergebnisoffen, teilte PreussenElektra mit. Es handele sich um einen ersten Schritt, mit dem die Voraussetzungen an den einzelnen Standorten bewertet werden sollen. Konkrete Investitions- oder Standortentscheidungen seien damit derzeit nicht verbunden.
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