Die Welt berichtet über eine schwerwiegende Sicherheitslücke in PHP, der Programmiersprache, auf der ein großer Teil aller weltweiten Webseiten aufbaut. Zwei extrem kritische Schwachstellen wurden entdeckt, die unter dem Namen „PHP2Shell“ laufen und unter den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 registriert sind.
Damit droht die vollständige Übernahme betroffener Systeme. In Baden-Württemberg waren teilweise Hinweise auf Wartungsarbeiten zu lesen.
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste teilte mit, die Seiten seien nach intensiven Arbeiten wieder in Betrieb genommen worden.
Für persönliche Daten besteht laut Meldung ein indirektes Risiko. Dadurch könnten Kundendaten, Passwörter oder Kontaktdaten abfließen. Auf Smartphones, Tablets oder PCs besteht dagegen keine direkte Gefahr, da die Schwachstelle ausschließlich auf den Servern der Betreiber liegt.
Bislang sei nicht genau bekannt, wie die Fehler entdeckt wurden. Vieles spreche dafür, dass der massive Einsatz Künstlicher Intelligenz dabei eine Rolle gespielt habe, zumal die Lücken zuvor jahrzehntelang übersehen worden seien. Auf Angreiferseite spielt KI ebenfalls eine Rolle: Kriminelle könnten damit ungeschützte Server scannen und Angriffe in Sekundenschnelle und im großen Stil ohne manuellen Aufwand durchführen.
Große Webhoster wie Ionos haben die PHP-Version in ihren Systemen bereits aktualisiert, sodass zumindest jene Websites geschützt sind, für die automatische Sicherheitsupdates vorgesehen sind.
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