Der Softwarekonzern Palantir hat zurückgewiesen, dass das vom Verteidigungsbündnis Nato eingesetzte KI-System über eine Abschaltfunktion verfügt. Wie Spiegel Online berichtet, will das Unternehmen damit Sorgen in Europa zerstreuen, die sich auf die Abhängigkeit von US-Technologie richten. Ein Kill-Switch ist demnach eine Vorrichtung, über die sich ein Gerät anhalten oder außer Betrieb setzen lässt.
Auslöser der Debatte ist die Drosselung des US-Satellitensystems Starshield, das in der Ukraine für Gefechtsfeldkommunikation und Drohneneinsätze genutzt wird. Starshield greift auf die Starlink-Konstellation des Raumfahrtunternehmens SpaceX zurück.
Tech-Milliardär Elon Musk soll nach Berichten persönlich die Anweisung zur Begrenzung gegeben haben. Laut dem Wall Street Journal habe sich Musk zuvor auf das Weiße Haus berufen, das seinerseits eine Beteiligung bestritten habe. Ukrainische und europäische Regierungsvertreter hätten den Verdacht geäußert, es handle sich um einen politischen Schritt.
Weder Palantir noch die US-Regierung könnten von außen eingreifen und das System abschalten. Das System könne absolut unabhängig von Palantir betrieben werden, und zahlreiche Kunden weltweit, aus dem militärischen Bereich ebenso wie aus der Wirtschaft, täten dies bereits.
Zu den Berichten über Starlink sagte Mosley, diese seien äußerst besorgniserregend. Für Palantir könne er jedoch kategorisch versichern, dass Kunden, die die Software erworben haben, die volle operative Kontrolle darüber besäßen.
Einige europäische Nato-Mitglieder, darunter Deutschland und Frankreich, haben Maven nicht für ihre eigenen Streitkräfte eingeführt. Im April schloss der Leiter des deutschen Cyberkommandos einen Kauf aus.
Könnte deren Lieferung unterbrochen werden, würde sich die Verteidigungsfähigkeit des Kontinents verringern.
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