Große US-Banken gehen gegen KI-Agenten vor, die auf Kundenkonten zugreifen. Wie die Hindustan Times unter Berufung auf Berichte meldet, hatte zuvor Axios berichtet, dass Banken in den USA nicht autorisierte KI-Agenten entdeckt haben, die in Kundenkonten agieren und Handlungen ohne Erlaubnis der Kunden ausführen. Reuters berichtete daraufhin, dass die Institute die nicht überprüften Agenten nun blockieren.
KI-Agenten sind laut Hindustan Times Software von Drittanbietern, die innerhalb von Bankkonten arbeiten und Kunden bei deren Verwaltung helfen. Nach Angaben aus dem Axios-Bericht erkennen die Banken, dass diese Agenten Aktionen in Konten ausführen wollen, die die Kunden nie autorisiert haben. In einigen Fällen hätten Kunden ihre Login-ID und ihr Passwort an die Agenten weitergegeben. Das System der Bank sei dennoch eingeschritten und habe die Transaktionen blockiert.
Die Quelle bezeichnet dies als alarmierend, da die Transaktionen ohne Blockade legal wären, weil die Zugangsdaten von den Kunden selbst weitergegeben wurden. Angesichts der Vielzahl an KI-Agenten treffen die Banken vorbeugende Maßnahmen, damit Konten nicht von diesen Agenten kompromittiert werden. Quellen sagten Reuters zufolge, dass die meisten großen US-Banken diese Agenten inzwischen blockieren.
Morgan Stanley hat KI-Agenten den Zugriff auf Konten seiner Plattform untersagt. Ein Sprecher der Bank sagte, man habe keine Fälle von "rogue AI agents accessing our platforms" beobachtet. Axios bestätigte, dass auch Bank of America und Citi Schritte unternommen haben, damit nicht geprüfte KI-Agenten nicht auf Konten zugreifen können.
Auch JPMorgan Chase und das Brokerhaus Charles Schwab, zwei der großen Finanzinstitute der USA, hatten sich Anfang Oktober zur Bedrohung durch KI-Agenten geäußert. JPMorgan-Chef Jamie Dimon sagte, die Bank werde nicht zulassen, "just any outside agent" im Unternehmen agieren zu lassen, da dies für Kunden und für JPMorgan zu riskant sei. Richard Wurster, Chef von Charles Schwab, bestätigte ebenfalls, dass das Brokerhaus KI-Agenten blockiert. Wie Wurster laut Bericht sagte, erhalte er täglich einen Bericht darüber, wie oft man einen der verschiedenen Agenten habe blockieren müssen. Es seien nicht viele, da die Menschen diese Technik im Finanzleben offenbar nicht auf diese Weise nutzten. Man blockiere sie, weil man die Kontrolle über Authentifizierung und Nutzererlebnis behalten wolle.
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