Das berichtete Yonhap am Freitag (23. Oktober) unter Berufung auf mehrere Abgeordnete. Das südkoreanische Militär habe die Schätzung der Nationalversammlung gemeldet, hieß es von Parlamentariern, die dem Geheimdienst- und dem Verteidigungsausschuss angehören.
Machthaber Kim Jong-un hatte die Beziehungen zu Südkorea Ende 2023 als die zweier einander feindlich gesinnter Staaten bezeichnet. Seit April 2024 verstärkt Nordkorea seine Grenzbefestigungen.
Das südkoreanische Militär beobachtet seither eine wachsende Zahl von Bewegungen nordkoreanischer Truppen. Sie errichten Stacheldrahtzäune, legen Minen und stellen Panzersperren auf. Die Arbeiten finden entlang der Militärdemarkationslinie (MDL) statt, die innerhalb der entmilitarisierten Zone (DMZ) verläuft.
Nordkoreanische Soldaten sind dabei mehrfach nahe an die Linie oder sogar über sie hinausgekommen. Das südkoreanische Militär habe daraufhin Warnsendungen abgespielt oder Warnschüsse abgegeben, entsprechend den Einsatzstandards.
Die Spannungen an der Grenze haben nach einer Landmineexplosion am 21. September zugenommen, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden. Seoul kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass Pjöngjang hinter der Explosion steckt. Die Ermittler hätten festgestellt, dass Antipersonenminen nordkoreanischer Herkunft die Ursache waren.
Pjöngjang weist jede Verantwortung entschieden zurück. Die Regierung wirft Seoul vor, die Untersuchung erfunden zu haben, um dem Regime die Schuld zuzuschieben. Zudem drohte Nordkorea, die Lautsprecherbeschallung gegen Seoul wieder aufzunehmen und taktische Waffen an der Grenze einzusetzen.
Militärexperten gehen nach Angaben von Yonhap davon aus, dass mehr als zwei Millionen Landminen entlang der DMZ liegen. Darunter seien auch Minen, die südkoreanische Streitkräfte verlegt haben. Eine ähnliche Zahl nannte Wiedervereinigungsminister Chung Dong-young Anfang des Monats bei einer parlamentarischen Prüfung.
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