Im Gespräch mit dem Spiegel, wie die Welt berichtet, sagte er auf die Frage, ob er im Januar antrete, eine Kandidatur sei möglich. Zunächst müsse in der SPD alles besprochen werden.
Wenn er den berechtigten Eindruck gewinne, einen Beitrag für eine stärkere SPD leisten zu können, werde er antreten. Eine Entscheidung wolle er anhand zweier Fragen treffen: Welche Richtung soll die SPD einschlagen, und wer bildet das Team? In welchem Team er sich als Teil einer Doppelspitze vorstellen könnte, ließ Heil offen.
Ausschließen könne er es zu diesem Zeitpunkt nicht; es komme darauf an, welche Richtung die Partei gemeinsam einschlage und wer das Team sei. Ein Mensch allein werde es nicht schaffen, denn die Aufgaben seien groß.
Auch im Gespräch mit dem Spiegel äußerte sich Heil selbstkritisch über seine früheren Auftritte. Er habe oft zu bürokratisch und kleinteilig geredet, räumte er ein, und daraus persönlich Konsequenzen gezogen. Ein Rhetoriktraining habe er nicht gemacht; er habe sich schlicht selbstkritisch gefragt, was er besser machen könne.
Seine eigene Partei forderte er auf, im digitalen Zeitalter besser zu kommunizieren. Sozialdemokraten dürften niemals Populisten sein, ihre Leidenschaft und ihre Überzeugung müssten aber wieder klarer erkennbar werden.
Zugleich müsse sie klarmachen, was ihre langfristigen Ziele seien.
Zu den Gesprächen über eine mögliche rot-grün-rote Koalition in Berlin äußerte sich Heil ebenfalls. Vor einer Regierungsverantwortung in Berlin müssten einige Dinge geklärt werden. Nur wenn das geschehe, seien Koalitionen möglich, mit wem auch immer.
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