Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas ist Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als mögliche Nachfolgerin an der SPD-Bundesspitze im Gespräch. Schwesig betonte, ihre Priorität liege derzeit bei ihrem Regierungsauftrag im Heimatbundesland, wie n-tv berichtete.
Sie sei in Mecklenburg-Vorpommern angetreten, ihre Arbeit als Ministerpräsidentin fortzusetzen, und habe dafür mehr als 35 Prozent der Stimmen erhalten, sagte Schwesig am Rande der Bundesratssitzung in Berlin. Viele Wählerinnen und Wähler hätten der SPD im Land das Vertrauen ausgesprochen, weil sie auf die Fortsetzung ihrer Arbeit und die Bildung einer demokratischen, stabilen Regierung vertrauten, erklärte sie.
Derzeit liefen Koalitionsverhandlungen mit der Linken und den Grünen. Sie bitte deshalb um Verständnis, dass sie sich auf das konzentriere, wofür sie angetreten sei, sagte Schwesig. Eine Entscheidung über eine mögliche Kandidatur für den SPD-Vorsitz schloss sie damit nicht ausdrücklich aus.
Die SPD will ihre neue Parteispitze auf einem Parteitag Mitte Januar wählen.
Der frühere Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering, traut Schwesig nach eigenen Angaben auch das Kanzleramt zu. Sie sei eine Kämpferin und habe das im jüngsten Wahlkampf bewiesen, sagte Sellering der Ostsee Zeitung. Außerdem habe sie ein Gespür dafür, was den Menschen wichtig sei.
Sellering hatte Schwesig 2008 als Sozialministerin in sein Landeskabinett geholt. Damals war sie Fraktionschefin der SPD in der Schweriner Stadtvertretung und arbeitete als Finanzbeamtin. Nachdem Sellering 2017 krankheitsbedingt zurückgetreten war, übernahm Schwesig das Amt der Ministerpräsidentin.
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