Die Schweizer Armee präsentiert sich an der Olma in St. Gallen auf rund 2000 Quadratmetern. Während der elf Messetage sind 250 Militärdienstleistende im Einsatz. Gezeigt werden unter anderem Panzer, Waffen, Cybersicherheit und Pferde, berichtete SRF News.
Der Auftritt stösst bei Politikern auf Kritik. Die St. Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi reichte einen parlamentarischen Vorstoss zu Kosten und Nutzen der Sonderschau ein. Die Ausstellung werde geradezu spielerisch gestaltet, kritisierte er. Das geschehe angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage.
Bullakaj warf der Armee zudem eine Verharmlosung vor. Soldatinnen und Soldaten seien durch ihre Erlebnisse psychisch zerstört, während die Ausstellung Kriegsgeräte, Lärm und Panzer extrem beschönige. Gleichzeitig müsse jeder Franken für die Finanzierung der Armee zusammengekratzt werden.
Divisionär Willy Brülisauer wies die Kritik zurück. Man wolle nichts beschönigen, sagte er. Die Armee könne die Waffen erklären und zeigen, dass sie die Bevölkerung schützen würde.
Die Armee beziffert die Sachkosten für den Olma-Auftritt auf rund 300'000 Franken. Das Dienstpersonal ist darin nicht eingerechnet. Für die Armeeführung sei das Geld dennoch gut investiert, erklärte Brülisauer. Die Armee sei ein Publikumsmagnet, und die Olma sei froh über die Sonderschau.
Auch innerhalb bürgerlicher Kreise und der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates wird über die Ausstellung diskutiert. Der St. Galler SVP-Nationalrat Walter Gartmann hält die Ausgaben für skeptisch zu beurteilen. Die Ausstellung könne auch kleiner ausfallen, sagte er. Sein Parteikollege Michael Götte hält die Olma dagegen für den richtigen Ort, um zu zeigen, was die Armee leisten könne und was sie für ihre Aufgabe noch benötige.
In den vergangenen zwei Jahren hatte die Armee aus Spargründen publikumswirksame Auftritte fast vollständig gestrichen. CEO Christine Bolt sagte, Sonderschauen seien für die Handschrift der Messe wichtig. Die Ausstellung solle einen Dialog ermöglichen.
Kommentare (0)