Heil äußerte sich in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«, wie der SPIEGEL berichtet. Er erhalte viele Ermutigungen aus der Partei, anzutreten. Die Sozialdemokraten wählen im Winter eine neue Parteispitze.
Zum jetzigen Zeitpunkt könne er nur sagen, dass er eine Kandidatur nicht ausschließen könne, erklärte Heil. Entscheidend sei, welche Richtung die Partei gemeinsam einschlage und wer das Team bilde. Ein Mensch allein werde es nicht schaffen, denn die Aufgaben seien groß.
Der amtierende Vorsitzende Lars Klingbeil, der zugleich Bundesfinanzminister und Vizekanzler ist, hat bislang offen gelassen, ob er wieder antritt oder nicht.
Heil wies zugleich zurück, dass es um einzelne Personen oder Posten gehe, die man hin- und herschiebe. Vielmehr stehe eine größere Aufgabe an. Die SPD müsse Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt und eine starke Demokratie übernehmen. Dazu gehöre auch die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Gleichzeitig müsse die Partei deutlich machen, welche langfristigen Ziele sie verfolgt.
Auch zu den Gesprächen über eine mögliche rot-grün-rote Koalition in Berlin äußerte sich Heil. Bevor die SPD in der Hauptstadt Regierungsverantwortung übernehme, müssten einige Punkte geklärt werden. Dazu gehöre, einen Schlussstrich unter den Antisemitismus von rechts wie von links zu ziehen.
Hintergrund ist die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September. Dort wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft.
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