Mehrere bekannte SVP-Politikerinnen und -Politiker verzichten auf eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Wie SRF News berichtet, können sich SVP-Mitglieder bis am Mittag des 23. Oktober für das offizielle Ticket melden. Bis dahin haben sechs Personen ihre Bundesratsambitionen angemeldet. Die Liste der Absagen ist länger als die der Kandidierenden.
Zu den Absagen führte Müller aus, dass er nicht glaube, das Amt des Bundesrats sei weniger attraktiv geworden. Ein ähnliches Problem habe sich letztes Jahr bei der Mitte-Partei gezeigt. Dort könnte es weniger gut ankommen, wenn man zugleich in den Bundesrat wolle.
Auf die Frage, ob es um eine weitere Politik auf SVP-Linie gehe, sagte Müller, die Ideologie der Partei lasse sich auch im Bundesrat verfolgen, allerdings weniger stark und explizit. Das Amt bleibe sehr attraktiv, auch wenn es ein Verschleissjob sei. Die Partei habe das auch schon getan. So werde sie ihrem eigenen Anspruch gerecht, die Schweizer Volkspartei zu sein.
Neben der regionalen Frage nannte Müller weitere Überlegungen. Dazu gehören die Chancen der Kandidierenden in der Bundesversammlung, die Frage, wie gut eine Person die Positionen der Partei abbilde, und ob die SVP im Wahljahr von ihr profitieren könne, wenn sie im Bundesrat sitze.
Für das Ticket müsse eine Person zunächst den Rückhalt in der eigenen Fraktion haben. Danach müsse sie von der Bundesversammlung gewählt werden. Ob Wyssmann deshalb nicht aufs Ticket komme oder gerade deshalb, sei Teil strategischer Überlegungen. Um die drei anderen von ihrem Platz zu verdrängen, bräuchte es nach Müllers Einschätzung bis Mittag sehr gute neue Kandidaturen. Die Partei wolle zudem wachsen, und das Potenzial dafür sei ausserhalb der Deutschschweiz am grössten.
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