Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli verzichtet auf eine Kandidatur für die Nachfolge von Wirtschaftsminister Guy Parmelin im Bundesrat. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, erklärte Rickli in einem Interview mit der NZZ, sie sei zum Schluss gekommen, dass sie die Verantwortung im Kanton Zürich weiterhin tragen wolle.
Im kommenden Frühling steht im Kanton Zürich ein grosser Wechsel in der Kantonsregierung an. Nur drei der sieben Regierungsräte treten wieder an. Rickli sagte, bei nur noch zwei Kandidaturen wären es zu wenige gewesen. Vor allem aber sei sie die einzige bürgerliche Regierungsrätin, die erneut antrete. Ihren Entscheid bezeichnete sie als Vernunftsentscheid.
Der Waadtländer Nationalrat Yvan Pahud hatte sich vergangenen Freitag gegenüber der Zeitung «24 Heures» aus dem Rennen zurückgezogen. Gleichzeitig empfahl er seine Genfer Fraktionskollegin Céline Amaudruz für das SVP-Ticket. InstaNews hatte am 15. Oktober über ihre Kandidatur berichtet. Dieser sei ebenfalls Gesundheitsdirektor und habe wegen der Corona-Pandemie Krisenerfahrung.
Innerhalb der SVP scheint derzeit die Frage der Sprachregion höhere Wellen zu schlagen als die Frage des Geschlechts. Prominente Frauenkandidaturen sind nach Ricklis Rückzug, aber auch davor schon, nicht in Sicht.
Bundespräsident Guy Parmelin schaltet sich nun in den Sprachenstreit ein.
Kommentare (0)