Die Erzdiözese New York hat einer Einigung mit Menschen zugestimmt, die Geistlichen sexuellen Missbrauch vorwerfen. Wie Spiegel Online berichtet, sollen mehr als 800 Millionen Dollar fließen, umgerechnet rund 714 Millionen Euro. Im Zuge einer Klagewelle gegen Geistliche in den USA gehört die Summe zu den höchsten Entschädigungen.
Als Erste über die Einigung geschrieben hatte die New York Times.
Die Kanzlei Jeff Anderson & Associates vertritt 300 dieser Menschen.
Die Kanzlei sprach von einem wichtigen Moment im Ringen um Gerechtigkeit.
Neben der Zahlung hat sich die Erzdiözese New York bereit erklärt, Unterlagen über Täter innerhalb der Kirche offenzulegen.
Seit den frühen 2000er Jahren erschüttert ein massiver Missbrauchsskandal die katholische Kirche der USA.
Er löste damit den einflussreichen und konservativen Kardinal Timothy Dolan ab.
Andere Diözesen im Land hatten bereits Hunderte Millionen Dollar an Schadensersatz zahlen müssen. Außerdem wurden Programme aufgelegt, die Opfer ohne langwierige Gerichtsverfahren entschädigen sollen. Im vergangenen Juni hatte die Erzdiözese San Francisco mitgeteilt, dass sie sich auf 395 Millionen Dollar an etwa 530 Betroffene geeinigt habe, um gegen sie gerichtete Klagen beizulegen.
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