Der Oberste Gerichtshof Südkoreas wollte am Dienstag (27. Oktober) entscheiden, ob er einen neuen Haftbefehl gegen die inhaftierte frühere First Lady Kim Keon Hee erlässt, um ihre Untersuchungshaft fortzusetzen. Die Anhörung war für 14.30 Uhr angesetzt, wie Yonhap berichtete. Den Antrag hatte das Team des Sonderermittlers Min Joong-ki gestellt. Kim ist die Ehefrau des früheren Präsidenten Yoon Suk Yeol.
Kim wird an der Anhörung virtuell aus dem Untersuchungshaftzentrum Seoul Nambu teilnehmen, wo sie seit August 2025 festgehalten wird. Das Gericht könnte schon im Laufe des Tages über den Antrag entscheiden.
Kim steht derzeit in zwei getrennten Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof. Im ersten geht es um Korruptionsvorwürfe, im zweiten um Bestechungsvorwürfe. Das Team von Min stützt den neuen Haftbefehl auf das zweite Verfahren.
Das Gericht prüft derzeit die Urteile der Berufungsinstanzen. Im Korruptionsverfahren lautet das Urteil auf vier Jahre Haft, im Bestechungsverfahren auf fünf Jahre. Das Verfahren im ersten Fall hat sich in die Länge gezogen, seit es im Juli an die Vollkammer des Gerichts verwiesen wurde.
Im ersten Verfahren werden Kim Vorwürfe gemacht, sie sei in eine Manipulation von Aktienkursen verwickelt gewesen. Außerdem soll sie Luxusgeschenke von der Vereinigungskirche angenommen und kostenlose Ergebnisse von Meinungsumfragen eines Mannes erhalten haben, der sich selbst als Strippenzieher bezeichnet.
Im zweiten Verfahren geht es um den Vorwurf, Kim habe von mehreren Personen teure Geschenke angenommen. Im Gegenzug sollen Stellenbesetzungen und Geschäftsvorteile erfolgt sein.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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