Die Erneuerung des Zentralen Migrationsinformationssystems (Zemis) wird für den Bund immer teurer und verzögert sich zusätzlich. Wie 20 Minuten Schweiz berichtet, rechnet der Bund inzwischen mit 193 Millionen Franken. Ursprünglich waren 66 Millionen Franken veranschlagt. Nach einem neuen Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) könnten selbst diese Mittel nicht ausreichen.
Im Zemis werden Personendaten von ausländischen Staatsangehörigen in der Schweiz geführt. Erfasst und bearbeitet werden darin Daten aus dem Ausländer-, Asyl- und Bürgerrechtsbereich. Täglich arbeiten rund 30’000 Personen beim Bund, in den Kantonen und in den Gemeinden damit. Teile der eingesetzten Technik sind 20 Jahre alt und müssen dringend ersetzt werden.
Auch dieser Termin sei laut Finanzkontrolle nicht mehr realistisch. Als Grund nennt die Behörde, dass die einzelnen Teilprojekte aufwendiger ausfallen als erwartet.
Weitere Einsparungen sind geplant.
Hinzu kommt, dass der parallele Betrieb der alten und der neuen Systeme jährlich rund 5 Millionen Franken zusätzlich verschlingt.
Auch beim Personal hapert es. Zudem ist das System nicht dafür ausgelegt, neue Vorgaben zu erfüllen, die sich aus einem möglichen Ja zu den neuen EU-Verträgen ergeben könnten.
Ende 2025 war das Projekt noch auf Gelb eingestuft.
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) sieht laut seiner Stellungnahme keine Alternative zur Erneuerung. Das heutige System gelte als technisch überholt und sei für die Zukunft nicht tauglich. Den Empfehlungen der Finanzkontrolle folgt das SEM. Als Nächstes überarbeitet es die Planung und klärt die Finanzierung.
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