Die Salzburger Nachrichten berichten, dass Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) Gymnasien und Realgymnasien ab dem kommenden Herbst spezielle Klassen für hochbegabte Schülerinnen und Schüler anbieten lassen will. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten dürfte es ausreichend geben, denn die Zahl hochbegabter Jugendlicher, die bereits während ihrer Schulzeit parallel an einer Hochschule studieren, steigt seit Jahren kontinuierlich.
Jugendliche mit besonderer Begabung und hoher Motivation können dabei schon vor ihrer Matura Prüfungen ablegen. Nach der Inskription lassen sie sich diese für ihr reguläres Studium anrechnen.
Die Teilnehmerzahl ist seither stetig gewachsen, ebenso die Zahl der Institutionen, aus deren Angebot die Jugendlichen wählen können. Darunter befinden sich Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogische Hochschulen. Neben Standorten in allen Bundesländern machen mittlerweile auch die Universität Liechtenstein und die FernUniversität Hagen in Deutschland mit. Studiengebühren müssen die Programmteilnehmenden nicht bezahlen.
Zwei Drittel besuchten eine AHS. Auch Schülerinnen und Schüler von HTL und HAK steigen vergleichsweise oft vorzeitig an der Hochschule ein. Der Großteil befindet sich in einem der letzten drei Schuljahre, zuletzt waren aber auch Zwölfjährige im Programm eingeschrieben.
Am gefragtesten waren Informatik und Naturwissenschaften mit jeweils 25 Teilnehmenden, gefolgt von den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 22. Die meisten Jugendlichen an einem einzelnen Standort verzeichnete die Universität Salzburg mit 28, vor der Universität Wien mit 22 und der Wiener Wirtschaftsuniversität mit 20.
Seit dem Wintersemester 2022/23 existiert zudem an sieben Einrichtungen ein Buddy-System. Dabei unterstützen ehemalige Programmteilnehmende, die inzwischen regulär studieren, die Schülerinnen und Schüler beim Einstieg in den Uni-Alltag.
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