Die Heilmittelbehörde Swissmedic gerät im Skandal um die Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich (USZ) unter Druck. Wie der Tages-Anzeiger unter Berufung auf Recherchen von SRF berichtete, bewilligte die Behörde mehrere Eingriffe mit einem neuartigen Herzimplantat, ohne zusätzliche Abklärungen einzufordern. Auch nach einem Todesfall nahm sie laut SRF keine eigenen Abklärungen vor.
Ein zweites Implantat musste eingesetzt werden, doch die Herzklappe blieb undicht.
Das gehe dem SRF zufolge aus Behördenakten hervor.
Besonders schwer wiegt laut SRF der Umgang mit dem Drahtbruch. Das USZ habe ihn nicht über das vorgeschriebene Meldesystem gemeldet, sondern Swissmedic in einem Behandlungsbericht informiert. Der Hersteller habe den Vorfall gar nicht gemeldet und keinen Bericht zur Ursache geliefert.
Swissmedic erklärte gegenüber SRF, auch formlose Meldungen medizinischer Fachpersonen würden akzeptiert, sofern sie die notwendigen Angaben enthielten. Dennoch habe die Behörde auf weitere Nachfragen verzichtet. Während der dritten Operation wurde zudem ein Herzkranzgefäss verletzt. Die Patientin starb 18 Tage später.
Die Behörde weist die Vorwürfe dem Bericht zufolge zurück.
InstaNews hatte am 26. Oktober berichtet, dass Swissmedic mehrere Cardioband-Eingriffe bewilligte, ohne nach der Produktsicherheit zu fragen.
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