In der sudanesischen Region Darfur hat eine Drohne einen Markt in Nyala getroffen. Nach Krankenhausangaben wurden dabei 21 Menschen getötet und 40 weitere verletzt, wie Spiegel Online unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Attacke ereignete sich zu Wochenbeginn am Abend.
Nyala wird von der Miliz Rapid Support Forces (RSF) kontrolliert. Ein Vertreter des örtlichen Krankenhauses konnte nach Angaben von AFP nicht sagen, wie viele der Opfer Kämpfer der Miliz waren. Ein Augenzeuge schilderte, dass Mitglieder der RSF auf dem Markt immer wieder zu sehen seien.
Die RSF-Miliz machte die Armee für diesen Angriff verantwortlich. Der jüngste Angriff ist somit nicht der erste derartige Angriff in wenigen Wochen.
Dies habe AFP aus Kreisen der staatlichen Stromversorgungsgesellschaft erfahren.
Schon am selben Tag seien fünf Kraftwerke im Sudan angegriffen worden. Die Folge waren massive Stromausfälle in vier Bundesstaaten.
Gegen die RSF werden zudem Vorwürfe erhoben: systematische sexuelle Gewalt sowie Massaker an nicht arabischen Bevölkerungsgruppen in Darfur.
Die Uno zählt den Konflikt nach eigenen Angaben zur größten humanitären Krise weltweit. Im September hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) gewarnt, das Gesundheitssystem drohe vollständig zusammenzubrechen.
Inzwischen sind auch dort Drohnen im Einsatz.
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