Wie die Luzerner Zeitung berichtet, handelt es sich um eine Maßnahme, die für eine mögliche Mangellage vorbereitet wird. Öffentlich gemacht hat sie zuvor die Sendung „Schweiz heute“.
In der Leserschaft der Zeitung wird die Idee kontrovers diskutiert. Einige halten eine tiefere Höchstgeschwindigkeit für sinnvoll, andere lehnen sie strikt ab, und wieder andere bringen eigene Sparvorschläge ins Spiel.
Ein Leser nimmt die Lage mit Humor. Er sei schon zufrieden, wenn er hierzulande überhaupt mit Tempo 80 vorankomme.
Ein anderer Leser meint, Transitfahrer bezahlten zu wenig für die Nutzung der Schweizer Autobahnen. Er rechnet vor, die Vignette koste für ein ganzes Jahr 40 Franken.
Ein weiterer Leser will nicht bei der Geschwindigkeit, sondern bei den Fahrzeugen selbst ansetzen. Er schlägt eine Begrenzung der Motorleistung bei importierten Fahrzeugen vor. Er fragt, wozu 500 PS nötig seien, etwa für eine Fahrt durch Rorschach.
Ein ehemaliger Fahrer, Disponent und Frachtvermittler sieht Sparpotenzial im Güterverkehr. Viele Menschen bedächten nicht, dass jede Online-Bestellung auch einen Transport nach sich ziehe, schreibt er. Es sei der unsinnigste Transport seiner Laufbahn gewesen.
Ein E-Auto-Fahrer wehrt sich dagegen, in die Regelung einbezogen zu werden. Er benötige keinen Sprit und auch keinen Strom aus fossiler Herstellung.
Ein anderer Leser malt sich aus, was geschähe, wenn alle beruflich auf Benzin oder Diesel angewiesenen Menschen an einem Montagmorgen zu Hause blieben. Dann gäbe es weder Zeitung noch Bus, und auch der Handwerker, der die verstopfte Toilette reparieren könnte, fiele aus. Sein Fazit fällt knapp aus: Es sei eben ein Traum gewesen.
Bei anderen wecken die Debatten Erinnerungen an frühere Energiekrisen. Ein Leser geht noch weiter und schlägt zusätzlich einen autofreien Sonntag pro Monat vor.
Wer nur die zum Teil empörten Kommentare liest, bekommt ein anderes Bild als die Abstimmung der Zeitung. Von bislang über 2000 Teilnehmenden hielten am Dienstagvormittag 49 Prozent Tempo 80 für eine sinnvolle Sparmaßnahme. Weitere 23 Prozent wären dafür, falls tatsächlich eine akute Mangellage drohe.
Der Protest in den Kommentarspalten fällt laut aus.
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