Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat ihre neue Analyse bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll vorgestellt, wie Spiegel Online berichtet.
Die Gebiete, die nach Angaben der BGE noch infrage kommen, liegen in Süddeutschland, in Ostdeutschland sowie im Norden und Nordwesten. Damit sind nun sämtliche Flächen des Landes in Bearbeitung oder bewertet.
In diesem Jahr wurden Sachsen, Berlin und Hessen neu aussortiert. Das letzte Wort über den Standort hat allerdings der Bundestag.
Das waren knapp 54 Prozent der Fläche Deutschlands. Wie nah eine geeignete Region an Ballungszentren liegt, wird erst im späteren Verfahren berücksichtigt.
Radioaktive Stoffe dürfen zudem nicht über Wasserpfade an die Erdoberfläche gelangen. Da die Abfälle auch im Endlager noch Wärme abgeben, soll das Gestein sie gut ableiten können.
Die jetzt veröffentlichten Arbeitsstände sind laut BGE noch keine verbindlichen Ergebnisse. Die Einengung der Teilgebiete auf Standortregionen erfolgt erst Ende 2027.
Wann feststeht, wo Deutschland hochgradig radioaktive Abfälle einlagert, lässt sich nach Einschätzung von Julia Neles vom Öko-Institut Darmstadt frühestens 2046 sagen. Eine einzige Lagerstätte werde außerdem kaum ausreichen.
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