Unterzeichnet haben den Brief Anton Mattle (Tirol), Karoline Edtstadler (Salzburg) und Thomas Stelzer (Oberösterreich), alle ÖVP, sowie Mario Kunasek (Steiermark, FPÖ) und Daniel Fellner (Kärnten, SPÖ).
Österreich müsse seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und vermeidbare Standortnachteile nicht länger hinnehmen. Die Regionalflughäfen brauchten Rahmenbedingungen, die Flugverbindungen ermöglichen, statt zusätzliche Kostenbelastungen zu schaffen. Flughäfen seien wichtige Infrastruktur für Tourismus, Wirtschaft und Beschäftigung.
Für ihre Forderung verweisen die Landeshauptleute auf den internationalen Vergleich. Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten erhebe keine Flugabgabe. Zehn Strecken fallen weg.
Befeuert wurde die Diskussion außerdem von einem Rückgang der Fluggastzahlen. Auch das reduzierte Angebot der Billigflieger habe eine Rolle gespielt.
Anfang Oktober hatte Flughafen-Vorstandsdirektor Günther Ofner die Ticketsteuer in der ZIB2 als Eigentor bezeichnet. Hohe Abgaben seien ein Wettbewerbsnachteil für den Flughafen Wien. Die Flugabgabe sei zudem ein Arbeitsplatzförderprogramm für Bratislava, sagte Ofner. Dem Flughafen Wien fehlten heuer zwei Millionen Passagiere, die Bratislava nun mehr habe. An die Wiener Zahlen kommt Bratislava jedoch noch lange nicht heran.
Die Flugabgabe wurde 2011 unter Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) eingeführt.
Für eine Beibehaltung spricht sich die Grünen aus.
Verkehrsminister Hanke hatte im Doppelbudget 2027/28 für die Luftfahrt Krisenhilfe von 30 Millionen Euro pro Jahr zugesagt. Laut Ofner kann dieser Betrag den Passagierrückgang jedoch nicht ausgleichen. Mögliche Änderungen seien budgetrelevant und bedürften weiterer Gespräche, teilte das Ministerium dem Falter mit. Dabei werde es auf die Sicherstellung der Budgetplanung achten.
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