Die Dangote Petroleum Refinery and Petrochemicals hat ihren Börsengang (IPO) erfolgreich abgeschlossen.
In einer Mitteilung bezeichnete das Unternehmen die Entwicklung als beispiellosen Beweis dafür, dass der Kontinent Kapital mobilisieren und Eigentum an strategisch wichtigen Industrieanlagen breiter streuen könne. Das Angebot, das als „People's IPO“ bezeichnet wird, erreichte nach Angaben des Unternehmens eine hundertprozentige geografische Abdeckung Afrikas.
Die Emission wird laut Unternehmen als Meilenstein der finanziellen Inklusion gesehen. Unterstützt wurde die Transaktion von einem Netzwerk aus Geschäftsbanken, Wertpapierhandelshäusern, Fintech-Plattformen, Kapitalmarktinstitutionen und Vertriebspartnern. Diese Zusammenarbeit habe den Zugang über nationale Grenzen hinweg erweitert und neue Wege für Kleinanleger geschaffen.
Für die Dangote Industries Limited markiert der Abschluss nach eigenen Worten einen entscheidenden Moment. Das Eigentumsmodell der Raffinerie wandle sich von einer Investition, die auf einer einzelnen unternehmerischen Vision beruhe, zu einer Möglichkeit für eine breitere afrikanische Beteiligung.
Aliko Dangote, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Dangote Industries Limited, sprach von einer kraftvollen Bestätigung afrikanischen Selbstvertrauens und der Fähigkeit des Kontinents, eigene Mittel für die Entwicklung einzusetzen. Viele hätten bezweifelt, dass ein Projekt dieser Größenordnung von Afrikanern verwirklicht werden könne, sagte er. Dangote erklärte, Afrika habe bewiesen, dass es die Raffinerie bauen könne. Nun zeige sich, dass Afrikaner bereit seien, am Wohlstand ihrer eigenen Industrien teilzuhaben und sie zu besitzen. Die Anträge aus allen 54 afrikanischen Ländern bedeuteten ihm persönlich viel, weil sie zeigten, dass die Menschen nicht nur konsumieren, sondern investieren und mitbesitzen wollten.
Der Börsengang sei nicht allein deshalb erfolgt, um Kapital aufzunehmen, sagte Dangote weiter. Ziel sei es gewesen, Eigentum zu öffnen, gewöhnlichen Afrikanern die Teilnahme an einem Unternehmen von globaler Bedeutung zu ermöglichen und eine neue Kultur des gemeinsamen Wohlstands zu begründen. Die größere Leistung werde jedoch die Entstehung afrikanischer Investoren, Unternehmer und Industrieller sein, die die Transaktion anrege. Dangote verwies zudem auf das Expansionsprogramm und die Strategie „Vision 2030“.
David Bird, Managing Director und Chief Executive Officer der Dangote Petroleum Refinery and Petrochemicals, führte die internationale Resonanz auf das Vertrauen in die betrieblichen Fähigkeiten der Raffinerie, ihre industrielle Größe und ihre langfristigen Wachstumsaussichten zurück. Anträge aus 120 Ländern zeigten großes internationales Interesse, sagte er. Die Breite der Beteiligung sei besonders bedeutsam.
Das Angebot wurde am 14. September eröffnet. Angeboten wurden 4,1 Milliarden Stammaktien zu je 525 Naira, was einer geplanten Kapitalaufnahme von etwa 2,15 Billionen Naira entspricht. Ursprünglich sollte die Zeichnungsfrist am 13. Oktober enden. Nachdem die Securities and Exchange Commission zugestimmt hatte, wurde sie bis zum 27. Oktober verlängert, damit Anleger in Afrika und auf anderen internationalen Märkten mehr Zeit zur Teilnahme erhielten.
Murat Erden, Group Chief Financial Officer der Dangote Industries Limited, sprach von einem wichtigen Präzedenzfall für die Kapitalmärkte des Kontinents. Erden verwies außerdem auf Umsatz von 22,5 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von 5,52 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres 2026.
Das Unternehmen setzt den Ausbau seines Raffinerie- und Petrochemiegeschäfts, die Stärkung seines Vertriebsnetzes und die Unterstützung der Energiesicherheit in Afrika fort.
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