Totschnig sieht bei Biodiversitätsgipfel in Jerewan die Stunde der Entscheidung nahen
Totschnig bezog sich dabei auf das sogenannte 30x30-Ziel. Darauf hätten sich vor vier Jahren rund 190 Staaten geeinigt. Nun sollten die dazugehörigen Pläne genauer unter die Lupe genommen werden.
Österreich setze sich in Armenien dafür ein, einen soliden Mechanismus zu schaffen, der die Fortschritte überwache. Zudem solle die Unterstützung für jene verstärkt werden, die sie am dringendsten benötigten.
Der Jerewan-Pfad soll während der zweiwöchigen Konferenz ausgearbeitet werden. Nach Totschnigs Worten solle er ein Meilenstein sein, um den Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten und umzukehren.
Investiert worden sei in biodiversitätsfreundliche landwirtschaftliche Praktiken, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und gewässerökologische Maßnahmen. Hinzu kommen 250.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen, die als Biodiversitätsflächen ausgewiesen sind.
Heimische Anstrengungen müssten fortgesetzt werden, bilanzierte der Minister.
Die Konferenz geht in die entscheidende zweite Woche. Totschnig führt am Mittwoch bilaterale Gespräche. Die gemeinsame Linie der Union werde bei täglichen Koordinationstreffen abgestimmt. Auf Bitten der irischen Ratspräsidentschaft verhandelt Totschnig außerdem mit Vertretern aus Finnland und Belgien auf Ministerebene über sogenannte digitale Sequenzinformationen (DSI) genetischer Ressourcen.
Neben der Frage nach der Finanzierung des Biodiversitätsschutzes sind die DSI der zentrale Knackpunkt der Konferenz. Eine wichtige Rolle solle dabei der erst kürzlich eingerichtete Cali-Fonds spielen.
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