Am Mittwoch (28. Oktober) sind in Zentralspanien bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, berichtete WELT. Die Regierungssprecherin von Kastilien-La Mancha, Esther Padilla, bestätigte die Zahl.
Nach Angaben aus Kreisen des Bahnnetzbetreibers Adif war ein Zug auf den anderen aufgefahren, und zwar von hinten. Beide Züge waren auf dem Weg in Richtung Süden nach Andalusien. Zwei Waggons eines der Züge stürzten den Bahndamm hinab, wie Aufnahmen von der Unglücksstelle zeigen.
Die Zeitung El País berichtete, Fahrgäste im Speisewagen seien durch den Zug geschleudert worden. Wenige Minuten nach dem Aufprall hätten erste Verletzte das angrenzende Feld erreicht. El País sprach mit einem Augenzeugen. Dieser erzählte, er habe an seinem Laptop gearbeitet, als er eine heftige Beschleunigung gespürt und gegen den Sitz vor sich geprallt sei. Menschen seien aus dem Zug geschleudert worden, er und andere hätten zunächst angenommen, der Zug sei entgleist.
Überlebende hätten nach dem Unfall die Rettungskräfte unterstützt, sagte der Mann. Er selbst habe Infusionsbeutel in den Händen gehalten, um den Helfern zu assistieren.
Laut El País sollen acht Züge zuvor in dem Abschnitt wegen des Ausfalls eines Sicherheitssystems angehalten haben. Sie hätten danach die Anweisung zur Weiterfahrt erhalten. Der Iryo-Zug habe diese Anweisung nicht bekommen und sei stehen geblieben.
Padilla gab an, im Iryo-Zug hätten 147 Fahrgäste gesessen, im zweiten Zug 397. Die Verletzten würden medizinisch versorgt.
Der Bürgermeister von Urda, der nächstgelegenen Stadt, richtete eine Notunterkunft für die Verletzten ein.
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