Donald Trump hat seine für das Wochenende geplanten Wahlkampfauftritte in Kansas und Iowa abgesagt, wie die Hindustan Times berichtet. Das Weiße Haus teilte am Donnerstag mit, dass beide Veranstaltungen nicht stattfinden. Die Republikanische Partei startet damit in den letzten Wochenende vor den Zwischenwahlen am 5. November, in dem sie unter starkem Gegenwind steht.
Trump sollte in Kansas den amtierenden Senator Roger Marshall unterstützen. In Iowa war ein gemeinsamer Auftritt mit der republikanischen Senatskandidatin Ashley Hinson und dem Gouverneurskandidaten Zach Lahn vorgesehen. Beide Veranstaltungen wurden am Donnerstag kurzfristig abgesagt.
Laut Associated Press ist die Absage Teil einer geänderten Wahlkampfstrategie der Republikaner. Trump wolle demnach mehr Wählerinnen und Wähler erreichen, statt sich auf zwei Bundesstaaten zu konzentrieren. Er werde am Wochenende stattdessen virtuell bei mehreren Veranstaltungen auftreten.
Am Donnerstag war Trump gemeinsam mit First Lady Melania Trump bei einer Halloween-Veranstaltung im Weißen Haus. Danach fragte ihn ein Reporter aus dem Presse-Pool des Weißen Hauses, ob er die Auftritte wegen einer Krankheit absage. Trump reagierte aufgebracht. Er warf dem Journalisten vor, krank zu sein, weil er eine solche Frage stelle, und sagte, der Mann sei in sehr schlechter Form.
Zur Begründung der Absage erklärte Trump, er müsse nicht nach Kansas reisen. Marshall mache es sehr gut, weshalb sein Auftritt nicht nötig sei. Er reise am folgenden Tag nach Florida. Trump warf dem Reporter außerdem vor, ihm seit zwei Wochen zu folgen, und sagte, es gehe ihm perfekt. Den Journalisten nannte er widerlich und riet ihm, sich in Form zu bringen.
Trump ist 81 Jahre alt. Laut einer Umfrage von Reuters und Ipsos ist seine Zustimmung in dieser Woche auf 32 Prozent gestiegen, nachdem sie in der Vorwoche auf ein historisches Tief von 31 Prozent gefallen war. Vor dem Wahltag am 5. November steht die Partei nach Angaben der Berichte unter erheblichem Druck.
Reuters berichtete am 7. Oktober, dass sich 41 Kandidaten in wichtigen Rennen von Trump distanzieren. Grundlage waren eine Auswertung von Abstimmungsunterlagen, öffentlichen Aussagen und Wahlkampfmaterial. Mindestens zwölf dieser Kandidaten haben sich wegen des Umgangs mit dem Iran-Krieg von Trump abgesetzt. Umfragen zeigen, dass dieses Thema Trump vor dem Wahltag am meisten zusetzt.
Kommentare (0)