Vor dem Protesttag junger Menschen am Samstag (31. Oktober) hat Bundesbildungs- und -jugendministerin Karin Prien (CDU) junge Leute zu friedlichen Demonstrationen aufgerufen und ihnen einen Dialog über ihre Sorgen angeboten. Wie t-online berichtete, sagte Prien dem Stern, junge Menschen sollten laut sein und sich in Parteien engagieren, aber nicht gewalttätig werden. Gewalt schade ihren Anliegen nur.
Die Gruppierung „Gen Z regelt“ plant nach Angaben der Quelle Demonstrationen in rund 30 Städten.
Prien verwies auf Unterschiede zu Frankreich. Die Schulen in Deutschland seien in besserem Zustand, die Klassen kleiner, und Lehrkräfte würden besser bezahlt.
Burkhard Jung (SPD), Präsident des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, hält die Demonstrationen in Deutschland für legitim. Eine Demokratie lebe davon, dass Menschen ihre Meinung äußerten, Entscheidungen hinterfragten und Veränderungen einforderten, sagte Jung den Funke Medien. Wer am 31. Oktober demonstriere, wolle seine Zukunft mitgestalten.
Die junge Generation sei Teil der Gesellschaft heute, nicht nur die Zukunft des Landes. Ihre Fragen verdienten Antworten, und ihre Stimme müsse in der Politik Gewicht haben.
Jetzt wollten sie auf die Straße, doch die erste Reaktion der Politik sei Abwehr.
Viele junge Menschen glaubten nicht mehr an das traditionelle Zukunftsversprechen der Gesellschaft, sagte Hurrelmann dem Kölner Stadt-Anzeiger. Das Versprechen lautete: Wer sich anstrenge, eine gute Ausbildung absolviere und beruflich engagiert sei, werde es einmal mindestens so gut haben wie seine Eltern. Genau daran wüchsen die Zweifel.
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