Wie Spiegel Online berichtet, erschien die Beschreibung im »Journal of Systematic Palaeontology«. Der Pflanzenfresser trägt nun den Namen Paludohadros proudlovii, die Überreste stammen von einem Tier, das 125 Millionen Jahre nach seinem Tod als neue Art benannt wurde.
Das griechische hadros bedeutet kräftig oder stämmig.
Das untersuchte Tier war geschätzt etwa fünf Meter lang und wog nach Schätzungen rund 1,5 bis zwei Tonnen, wie Erstautor Ricardo Sacamoto der Nachrichtenagentur dpa sagte.
Mit dem Artnamen ehrt das Team William P., der mit 35 Jahren starb.
Lange Zeit seien die in Südengland gefundenen Iguanodontia nur zwei Arten zugeordnet worden. Seit einigen Jahren betrachte man sie differenzierter, was zu etlichen neu benannten Dinosauriern geführt habe. Typisch für die Iguanodontia ist ein markanter Dorn am Ende des ersten Fingers. Dieser Daumendorn hatte einen knöchernen Kern und diente nach Ansicht von Forscherinnen und Forschern der Verteidigung gegen fleischfressende Saurier. Außerdem nutzten die Tiere ihn, um Zweige herunterzuziehen.
Mithilfe von Computertomografien stellte das Team fest, dass sich das Tier aus der Tongrube durch Zahn- und Knochenmerkmale so deutlich von anderen Iguanodontia unterscheidet, dass es einer neuen Gattung angehört. Hauptautorin Susannah Maidment vom Museum in London sagte, Paludohadros sei nur 100 Meter von Baryonyx entfernt gefunden worden, dessen Fossilien ebenfalls im Museum aufbewahrt werden.
Die Todesursache des jungen Dinosauriers lasse sich aus den Überresten nicht ableiten, sagte Sacamoto. Mehrere Teile des Skeletts fehlen, an den erhaltenen Knochen seien keine Spuren von Fraßschäden oder Krankheiten erkennbar.
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