Der durchschnittliche Wunsch liegt bei rund 2,2 Kindern. Gleichzeitig ging der durchschnittliche Kinderwunsch im Jahr 2025 erstmals seit mehreren Jahren zurück. Frauen wünschen sich im Schnitt 1,7 Kinder, Männer 1,6.
Den Geburteneinbruch seit 2021 bringt man mit mehreren Krisen in Verbindung, die fast gleichzeitig auftraten: der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und einer steigenden Inflation. Sie verunsichern junge Menschen.
Die Erwartungen seien so hoch, dass viele glauben, sie müssten in der Elternrolle perfekt sein.
Mit dem Alter sinkt die weibliche Fruchtbarkeit. Nina R. Das Einfrieren von Eizellen, das sogenannte Social Freezing, könne die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft verbessern, biete aber keine Garantie. Sie beobachte eine vermehrte Nachfrage. Frauen seien bei der Geburt ihres ersten Kindes im Durchschnitt 30 Jahre alt.
Anni S. Sie sagt, sie und ihr Mann seien mit ihrem Leben, so wie es ist, glücklich. Immer wieder werde sie gefragt, wann sie endlich Kinder bekomme. Für sie sei klar, dass ein Kind eine bewusste Entscheidung sein sollte. Gemeinsam mit ihrem Mann habe sie vereinbart, dass es bei einem Nein bleibe, solange kein klares Ja vorliege.
Dass sie ihre Entscheidung später bereuen könnte, sei ihr bewusst. Sie bereue lieber, keine Kinder bekommen zu haben, als Kinder bekommen zu haben. Ob sie ihre Haltung irgendwann ändere, wisse sie nicht. Vorerst fehle ihr nichts.
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