Die Arzneimittelpreise in der Schweiz gehören zu den höchsten weltweit, in den USA liegen sie mit Abstand am höchsten, wie SRF News berichtet.
Co-Autorin Kerstin Vokinger sagt, die Schweiz müsse sich überlegen, wie sie mit dem Druck aus den USA umgehe.
Dazu vergleichen sie ihre Preise mit Referenzländern, zu denen auch die Schweiz gehört.
Kein Land wolle zu jenem mit den tiefsten Preisen gehören, weil ihm sonst möglicherweise der Zugang zu neuen innovativen Medikamenten fehle. Vokinger warnt, dass sich die Länder dadurch gegenseitig mit höheren Preisen überbieten könnten.
Ein Teil dieser Verträge ist dank eines Einsichtsgesuchs der Konsumentenschutzorganisation Public Citizen öffentlich zugänglich.
Gegen eines der Modelle wehrt sich die Pharmalobby derzeit vor Gericht.
Das Bundesamt für Gesundheit schreibt auf Anfrage, dass auch in Preisverhandlungen bereits so argumentiert werde. Es sei jedoch falsch, die Preise generell zu erhöhen, weil unsicher sei, ob die US-Preismodelle langfristig umgesetzt würden.
Die Unternehmen reagierten aber bereits, sagt Buholzer.
Ob ein Pharmaunternehmen ein Medikament zur Vergütung beantragt, entscheide allein das Unternehmen, Preisdruck hin oder her.
Vokinger empfiehlt der Schweiz, gemeinsam mit anderen Ländern nach Lösungen zu suchen. Dann würde statt der US-Patientinnen und -Patienten einzig die Pharmaindustrie profitieren.
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