Die hessische SPD-Landtagsfraktion will den Publizisten Michel Friedman für die Bundesversammlung nominieren. Wie t-online berichtet, teilte die Partei mit, Friedman solle dort darüber mitentscheiden, wer Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident nachfolgt. Der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland soll am Dienstag benannt werden.
Die Entscheidung sei unter Einbindung von SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch gefallen. Miersch würdigte den 70-Jährigen und zählte ihn zu den wenigen Menschen, die die freiheitliche Demokratie entschieden verteidigen. Friedmans Engagement richte sich gegen Judenhass, Rassismus und Menschenfeindlichkeit jeder Art. Gerade jetzt sei dies besonders wichtig, weil demokratische Werte und Institutionen unter Druck gerieten.
Angesichts einer Partei, die die Verfassung untergraben und zerstören wolle, sei diese Wahl von höchster Bedeutung. Er danke der SPD, die er als älteste demokratische Partei bezeichnete, dafür, dass sie ihn nominiert habe.
Anlass war der 50. Todestag von Oskar Schindler. Eckert sagte, die Rede habe gewissermaßen zusammengefasst, wofür Friedman stehe: ein konsequentes Auftreten gegen Judenfeindschaft und jede andere Feindseligkeit gegen Menschen, Achtung vor der Menschenwürde, Aufklärung und gegenseitiger Respekt.
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