Brüssel hat den Einstieg des chinesischen E-Commerce-Konzerns JD.com beim größten Elektronikfachhändler Europas genehmigt, allerdings nur mit Bedingungen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, teilte die Europäische Kommission mit, die Wettbewerbshüter wollten sicherstellen, dass chinesische Subventionen den Markt nicht verzerren.
JD.com und Ceconomy erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung, damit seien alle Angebotsbedingungen erfüllt.
Dadurch könnten Konkurrenten unter Druck geraten, etwa durch eine aggressive Preispolitik, so die Behörde.
Deshalb knüpfte die Kommission die Übernahme an Verpflichtungen. Demnach müssen sämtliche konzerninternen Geschäfte zwischen JD.com und Ceconomy zu marktüblichen Konditionen erfolgen, insbesondere bei Finanzierungen. Die Verpflichtungszusagen hatten die Unternehmen angesichts der EU-Prüfung selbst vorgeschlagen. Sie sind für zehn Jahre bindend.
Das chinesische Justizministerium erklärte damals, es werde entschlossen reagieren, falls die EU an ihrem Vorgehen festhalte.
Ein Sprecher der Kommission hatte dem entgegengehalten, es gehe um gleiche Wettbewerbsbedingungen. Früher seien nur Subventionen europäischer Staaten geprüft worden, inzwischen würden auch ausländische Subventionen untersucht.
Verbraucher würden von einem wettbewerbsfähigen Handels- und E-Commerce-Sektor profitieren, dessen Unternehmen unter gleichen Regeln antreten.
Die Freigaben waren vielfach mit Auflagen verbunden. Die Mediamarkt-Saturn Retail Group gehört heute zum Handelsunternehmen Ceconomy, das 2017 als Abspaltung von Metro entstand.
JD.com erzielte im Jahr 2024 nach Angaben des Forschungsinstituts EHI einen Jahresumsatz von knapp 159 Milliarden US-Dollar und ist damit der größte chinesische Handelskonzern. Weltweit zählt das Unternehmen zu den zehn größten Handelskonzernen.
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