Die Inflationsrate in Österreich bleibt im Oktober hoch. Laut einer ersten Schnellschätzung der Statistik Austria lag sie bei 3,6 Prozent, wie die Kleine Zeitung berichtete. Damit blieb die Teuerung auf dem Niveau des Septembers.
Die Energiepreise verteuerten sich um 16,5 Prozent und damit stärker als im September, als das Plus 15,1 Prozent betragen hatte. Das gilt trotz der seit 1. Oktober erweiterten Spritpreisbremse, durch die Treibstoffe weniger stark im Preis stiegen. Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, teilte in einer Aussendung mit, dass die Preise für Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol im Oktober im Jahresvergleich unverändert blieben, nachdem sie im September um 0,8 Prozent gestiegen waren.
Vor dem Ausbruch des Irankriegs hatten die Teuerungsraten im Jänner bei 2,0 Prozent und im Februar bei 2,2 Prozent gelegen.
Wichtigster Inflationstreiber blieb laut Statistik Austria der Dienstleistungsbereich. Er verteuerte sich im Oktober um 4,1 Prozent, im September waren es 4,2 Prozent.
Die Euro-Währungshüter haben im laufenden Jahr bereits zweimal die Leitzinsen angehoben, um der vor allem wegen höherer Energiepreise gestiegenen Teuerung entgegenzuwirken.
OeNB-Gouverneur Martin Kocher sagte in der ZiB2, eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr sei wahrscheinlich, wenn sich die Lage nicht ändere, die Preise auf dem Niveau blieben und es keine Veränderungen der Rahmenbedingungen gebe. Wegen bestehender Unsicherheiten sei es seriös zu sagen, dass man es noch nicht wisse.
Höhere Leitzinsen verteuern Kredite. Zugleich belasten höhere Zinsen alle, die investieren wollen, und können die Konjunktur bremsen.
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