Die Freude fällt allerdings gedämpft aus.
Pistorius kündigte an, man werde wie schon in der Vergangenheit den engen Kontakt zu den Demokraten suchen, das verstehe sich von selbst. Zugleich betonte er, Deutschland werde mit der US-Regierung weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten, auch wenn sich an ihr nichts ändere und sie noch zwei Jahre im Amt sei. Was nun von ihr zu erwarten sei, hänge davon ab, was der amerikanische Präsident nach den Wahlen vorhabe. Das wisse man nicht.
Auf solche Lagen habe man sich seit Jahren eingestellt, sagte Pistorius. Deutschland werde in bewährter Weise reagieren, sich nicht beirren lassen und seine Verantwortung wahrnehmen, unabhängig von allen Ergebnissen.
Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk sagte er, es sei etwas ins Rutschen geraten, das Trump seiner Einschätzung nach nicht vollständig ignorieren könne und auch nicht werde. Die Stimmung und Haltung sei weiterhin stark vertreten und habe tiefe Wurzeln in der US-Gesellschaft. Für die Außenpolitik der USA gegenüber dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sehe sich Europa dennoch in einer Position der Einwirkung. Dafür müsse man die Beziehungen zum US-Kongress intensivieren. Das Kerninteresse sei, dass der Krieg scheitere und der Aggressor als solcher benannt werde. Diese Position habe nun wieder größere Resonanz.
Aus der Ukraine wolle er sich zunehmend zurückziehen. Europa habe deshalb eine eigene Verantwortung, egal wie der Krieg final ausgehe.
Kommentare (0)