Die Lage am Preismarkt bezeichnete er jedoch als beunruhigend. Gegenüber der APA, wie die Salzburger Nachrichten berichten, verwies Haber darauf, dass sich der Gaspreis seit Jahresbeginn etwa verdreifacht habe. Zuletzt habe eine Megawattstunde (MWh) rund 100 Euro gekostet, so viel wie seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.
Die Befüllung liege mit rund 66 Prozent zwar unter dem Vergleichswert der Vorjahre. Wegen der verhältnismäßig großen Speicherkapazitäten entspreche die derzeit gespeicherte Menge aber rund 84 Prozent des österreichischen Jahresverbrauchs.
Europa stehe etwas anders da. Deutschland habe sein Einspeicher-Ziel für November kürzlich verfehlt. Der Füllstand liege aktuell bei rund 61 Prozent, das seien knapp 17 Prozent des deutschen Jahresverbrauchs.
Haber erkenne bereits, dass Deutschland seine Speicherfüllmengen erhöhen wolle. Die Preise lägen derzeit weltweit höher, unter anderem wegen einer stärkeren Nachfrage aus Asien und der geopolitischen Lage.
Trotz der hohen Preise sei die Lage heute weniger angespannt als 2022, sagte Haber. Damals habe der Anteil von Pipeline-Gas aus Russland noch rund 40 Prozent betragen. Diesen Anteil zu ersetzen sei nicht leicht, so Haber. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine habe der Preis etwa 20 Euro je MWh betragen. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs seien die Preise im Steigflug, zuletzt habe die Megawattstunde rund 100 Euro gekostet.
Für Haushaltskunden könnten die Preise laut Haber im kommenden Jahr steigen. Wie stark, sei wegen der weiteren geopolitischen Entwicklungen schwer einschätzbar. Wer einen Vertrag abschließen wolle, sei jetzt besser dran als erst im Jänner oder Februar, sagte Haber.
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