Zwickau gedenkt am Jahrestag der Selbstenttarnung der Opfer des NSU. Wie t-online berichtet, erinnert die Stadt 15 Jahre nach dem Auffliegen der rechtsextremen Terrorgruppe an deren Mordserie.
Am späten Nachmittag steht zunächst eine Veranstaltung zum Thema Nächstenliebe im Dom St. Marien auf dem Programm. Am Abend soll dann am städtischen Gedenkort in aller Stille an die Getöteten erinnert werden, mit Blumen, Kerzen und Kranichen aus Papier.
Im Schwanenteichpark wächst für jedes der zehn Mordopfer ein eigener Baum. Acht der Getöteten hatten türkische Wurzeln, einer griechische. Der griechischstämmige Mann war Kleinunternehmer, unter den Opfern befand sich außerdem eine Polizistin.
Neben den Morden gehen etliche Raubüberfälle und mehrere Bombenanschläge auf das Konto der Rechtsterroristen.
November 2011 in Eisenach das Leben. Anschließend zündete Zschäpe die gemeinsame Wohnung in Zwickau an.
Am Erinnerungsort soll es, so heißt es, um das Leben und die Wünsche der Opfer gehen.
Die Amadeu Antonio Stiftung fordert, rechte Tötungsdelikte bundesweit zu überprüfen.
Gerade Länder, in denen der NSU über Jahre unentdeckt morden konnte, tragen nach Einschätzung von Vorstand Timo Reinfrank eine besondere Verantwortung. Wer eine unabhängige Prüfung verweigere, behindere die nötige Aufklärung, erklärte Reinfrank in einer Mitteilung der Stiftung.
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