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Rosmarie Michel, erste Frau im Credit-Suisse-Verwaltungsrat, ist tot

Mit 95 Jahren ist die Zürcher Unternehmerin Rosmarie Michel gestorben. Als erste Frau saß sie im Verwaltungsrat der Credit Suisse, außerdem leitete sie über Jahrzehnte die ZFV-Genossenschaft.

Rosmarie Michel, erste Frau im Credit-Suisse-Verwaltungsrat, ist totSymbolbild
Foto: MagicDesk · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Rosmarie Michel war als erste Frau von 1991 bis 2000 im Verwaltungsrat der Schweizerischen Kreditanstalt, der späteren Credit Suisse
  • Michel übernahm 1956 den Familienbetrieb und führte ihn bis 2006, nachdem sie eine Ausbildung an der Hotelfachschule in Lausanne absolviert hatte
  • Michel stärkte andere Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und wollte nicht als Feministin gelten, sondern forderte zum Handeln auf

Die Zürcher Unternehmerin Rosmarie Michel ist tot. Wie der Tages-Anzeiger berichtete, starb sie am 23. Oktober im Alter von 95 Jahren. Von 1991 bis 2000 saß sie als erste Frau im Gremium der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt, des späteren Instituts Credit Suisse. Zudem setzte sie sich international für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen ein.

Geboren wurde Michel am 16. August 1931 in Zürich. Ihre Mutter betrieb die Confiserie Schurter, der Vater das Zunfthaus zum Rüden. Nach einer Ausbildung an der Hotelfachschule in Lausanne sowie beruflichen Stationen im In- und Ausland übernahm sie 1956 den Familienbetrieb und führte ihn bis 2006.

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Im Jahr 1969 wurde Michel Mitglied des Verwaltungsrats des Zürcher Frauenvereins, der heute als ZFV-Genossenschaft firmiert. Zehn Jahre später übernahm sie den Vorsitz, den sie bis 2001 behielt.

Außerdem arbeitete sie bei Women's World Banking mit, einer Organisation, die Frauen einen besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen verschaffen will.

Eine Feministin wollte Michel nicht sein. Im Sommer habe sie in einem Gespräch mit der NZZ erklärt, man solle nicht klagen, sondern handeln. Die Zürcher Publizistin Esther Girsberger, die mit Michel jahrzehntelang befreundet war, berichtet, diese habe andere Frauen stets in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und zur Eigenverantwortung angehalten. Hindernisse habe Michel ihnen nicht aus dem Weg geräumt, sondern erwartet, dass sie selbst handeln.

Girsberger beschreibt die Unternehmerin als direkte Frau mit starker Ausstrahlung. Sie scheute sich nicht, Dinge offen zu sagen, und wusste genau, was sie wollte. Ihr Licht habe sie nicht unter den Scheffel gestellt, sei aber nie überheblich gewesen. Neid sei ihr fremd gewesen.

Bis zuletzt blieb Michel engagiert und interessiert, an den gesellschaftlichen Entwicklungen ebenso wie am politischen Umfeld Zürichs. Auch mit über 90 Jahren fuhr sie selbst Auto. Dabei ärgerte sie sich mitunter über den Individualverkehr, der zugunsten der teils rücksichtslosen Velofahrenden zurückstehen müsse.

Sinnbildlich für ihre Zielstrebigkeit beschreibt Girsberger eine der letzten Begegnungen im Sommer 2025. Michel habe sie, wie häufig, in ihre Wohnung neben dem früheren Café Schurter eingeladen. Es sei heiss gewesen, dennoch habe Michel den Gast zum Mittagessen auf die Dachterrasse mit Blick über Zürich geführt.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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