Das von Russland kontrollierte Kernkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine hat seine externe Stromversorgung verloren. Die von Russland eingesetzte Anlagenleitung teilte am Sonntag mit, die Leitung Ferosplavna sei nach Beschädigung durch Schutzsysteme abgeschaltet worden. Berichtet hat darüber The Moscow Times, die sich auf eine Mitteilung der Anlagenleitung auf dem staatsnahen russischen Messenger MAX stützt.
Laut der Mitteilung hatte die automatische Schutztechnik die Leitung Ferosplavna abgeschaltet. Die Anlage werde nun von Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt, die die für den sicheren Betrieb des Kraftwerks nötigen Einrichtungen speisen. Das Personal überwache sämtliche Betriebsparameter der Ausrüstung. Alle notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des sicheren Zustands der Blöcke würden vollständig ergriffen. Die Strahlenwerte auf dem Gelände und in der Überwachungszone seien normal, hieß es weiter.
Im ostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk hat nach Angaben des ukrainischen Energiekonzerns DTEK ein nächtlicher russischer Angriff auf Energieanlagen mehr als 600.000 Menschen ohne Strom zurückgelassen. Wichtige Energieanlagen der Region seien bei dem Angriff beschädigt worden, teilte das Unternehmen auf Telegram mit.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Streitkräfte hätten Energieinfrastruktur getroffen, die vom ukrainischen Militär genutzt werde. Außerdem sei ein Containerschiff angegriffen worden, das Waffen und militärisches Gerät in die Ukraine liefere, und zwar südwestlich der Schwarzmeerhafenstadt Odessa. Zudem habe Russland ein Umspannwerk im Gebiet Schytomyr getroffen, das Strom für die Verteidigungsindustrie der Ukraine geliefert habe, so das Ministerium am Sonntag.
Im russischen Gebiet Kursk ist nach Angaben des Gouverneurs Alexander Chinschtein ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Die Drohne habe einen Traktor getroffen, der im Dorf Pervomayskoe im Einsatz war. Dabei sei ein 40-jähriger Mann ums Leben gekommen, sagte Chinschtein.
Kommentare (0)