Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich mit drei Tornados an der Nato-Atomwaffenübung „Steadfast Noon“ in Italien. Die Flugzeuge wurden nach Angaben eines Sprechers der Luftwaffe auf die Aviano Air Base in Norditalien verlegt, wie n-tv berichtete.
Im Rahmen der nuklearen Teilhabe der Nato könnten deutsche Jagdbomber diese Waffen im Ernstfall abwerfen.
Bei der damaligen Übung waren nach Nato-Angaben rund 2.000 Militärs und mehr als 70 Flugzeuge beteiligt. Dazu gehörten F-35-Kampfjets sowie Überwachungs- und Tankflugzeuge.
Das Szenario von „Steadfast Noon“ bleibt geheim. Militärexperten zufolge werde unter anderem geübt, wie Atomwaffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu Flugzeugen transportiert und unter Kampfjets montiert würden. Bei diesen Abläufen und den anschließenden Angriffsübungen kämen jedoch ausschließlich Übungsbomben ohne echten Kernsprengkopf zum Einsatz.
Nach Angaben der Nato stehe das Manöver nicht im Zusammenhang mit aktuellen weltpolitischen Ereignissen und richte sich gegen kein bestimmtes Land. Moskau sei zuletzt erneut nukleares Säbelrasseln vorgeworfen worden.
Eine Reaktion auf die aktuelle Manöverankündigung gab es von russischer Seite nicht. Im Vorjahr hatte Russland parallel zur Nato-Übung ein großangelegtes Manöver seiner strategischen Nuklearstreitkräfte gestartet. Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete es damals als planmäßige Militärübung.
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