Juso-Chef Philipp Türmer sieht darin eine Chance für die Partei, berichtete Spiegel Online.
Türmer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, mit dem angekündigten Parteitag sei die Grundlage für eine umfassende Diskussion über die Zukunft der SPD geschaffen. Die Partei brauche wieder einen Plan, Ideen und glaubwürdige Köpfe. Dass Lars Klingbeil einen umfassenden personellen Neustart in Betracht ziehe, verdiene Anerkennung, sagte Türmer.
Klingbeil ließ offen, ob er erneut für den Parteivorsitz kandidieren werde. In Interviews mit ARD und ZDF sagte er, er halte nicht an seinem Amt fest. Entscheidend sei die bestmögliche Aufstellung der Partei.
Unionspolitiker hatten ihr unter anderem vorgeworfen, vereinbarte Reformen zu verschleppen. Klingbeil sagte, politische Attacken sollten angesichts des Todesfalls zurückgefahren werden.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei zeigte sich überzeugt, dass SPD und Union bei den anstehenden Reformen gemeinsame Lösungen finden würden. Beide Seiten wüssten, dass sie ihre selbst gesteckten Ziele noch nicht erreicht hätten.
Der frühere rheinland-pfälzische Regierungschef Alexander Schweitzer soll Bas als Arbeitsminister nachfolgen. Gerade bei der Rente brauche es langfristig tragfähige Lösungen, die unterschiedliche Erwerbsbiografien in Deutschland berücksichtigten, sagte Kretschmer.
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