Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius will nicht für den Vorsitz der SPD kandidieren. Er sei mit seiner Aufgabe, die Sicherheit des Landes zu garantieren, vollständig ausgelastet, erklärte er beim Arbeitgebertag in Berlin, wie t-online berichtete.
Pistorius gilt seit Jahren als der beliebteste Politiker Deutschlands.
Bereits zu Wochenbeginn hatte der Verteidigungsminister Fragen nach seinen politischen Ambitionen zurückgewiesen. Sein öffentlicher Auftritt in der vergangenen Woche sei nicht darauf ausgerichtet gewesen, sich für eine Führungsposition zu empfehlen. Der Auftritt hatte Spekulationen über eine Kandidatur ausgelöst.
Pistorius erklärte, er habe bei der Kundgebung ohne Ambitionen oder Ansprüche gehandelt. Einen Zusammenhang mit einer möglichen Bewerbung um den Parteivorsitz wies er zurück.
Parteichef Lars Klingbeil teilte zu Wochenbeginn mit, das Präsidium habe diese Entscheidung einstimmig getroffen. Ob Klingbeil erneut kandidieren werde, ließ er offen. Es gehe nicht um ihn oder darum, am Amt festzuhalten, sondern um die bestmögliche Aufstellung der Partei, erklärte er im ZDF.
Eine Kandidatin steht bislang nicht fest.
Bas hatte zu Wochenbeginn ihren Rücktritt von beiden Ämtern erklärt.
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