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Schweizer entscheiden über gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren

Am 29. November 2026 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Fairness-Initiative der Mitte. Sie will Ehepaare weiterhin gemeinsam besteuern, während die bereits angenommene Individualbesteuerung zwei getrennte Steuererklärungen vorsieht.

Schweizer entscheiden über gemeinsame Besteuerung von EhepaarenSymbolbild
Foto: planet_fox · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fairness-Initiative verlangt gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren und die Anwendung des tieferen Betrags aus zwei Berechnungen
  • Befürworter warnen bei der Individualbesteuerung vor mehr Bürokratie und höheren Belastungen für Ehepaare mit ungleichen Einkommen
  • Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein; der Bund erwartet durch die Individualbesteuerung 630 Millionen Franken Mindereinnahmen jährlich

Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet am 29. Die sogenannte Fairness-Initiative will die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren bei der direkten Bundessteuer beseitigen. Wie 20 Minuten berichtet, ist sie eine von vier Vorlagen an diesem Abstimmungssonntag.

Eine mögliche Mehrbelastung wird als «Heiratsstrafe» bezeichnet.

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Die Initiative verlangt, dass Ehepaare weiterhin gemeinsam besteuert werden und gegenüber anderen Steuerpflichtigen nicht benachteiligt sein dürfen. Sie legt jedoch nicht fest, wie dieses Ziel umgesetzt werden soll. Dabei würden für Ehepaare zwei Steuerberechnungen erstellt, fällig wäre der tiefere Betrag.

Das Ja-Lager kritisiere die bereits beschlossene Individualbesteuerung, weil Ehepartner künftig zwei statt einer Steuererklärung ausfüllen müssten. Die Befürworter sprächen von einem «Bürokratiemonster». Ehepaare mit ungleichen Einkommen, etwa wenn ein Elternteil Teilzeit arbeite oder sich um die Kinder kümmere, könnten dadurch stärker belastet werden. Das Modell der Mitte berücksichtige dagegen unterschiedliche Lebens- und Arbeitsmodelle sowie unbezahlte Care-Arbeit, argumentieren die Befürworter.

Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein. Dabei werde jede Person unabhängig vom Zivilstand einzeln besteuert.

Umstritten sind zudem die finanziellen Folgen. Für die Individualbesteuerung schätzt der Bund die Mindereinnahmen auf 630 Millionen Franken jährlich.

Die Individualbesteuerung wurde im März 2026 vom Stimmvolk angenommen. Ein Ja zur Fairness-Initiative würde deshalb einen Widerspruch schaffen, weil das Gesetz zur Individualbesteuerung gültig bliebe. Das Parlament müsste diesen bis zur geplanten Einführung im Jahr 2032 lösen. Andernfalls müssten Ehepaare auf Bundesebene eine gemeinsame Steuererklärung und auf Kantons- und Gemeindeebene separate Steuererklärungen einreichen.

Die beiden Modelle kamen nicht gleichzeitig zur Abstimmung. Die Mitte behandelte ihre Initiative im Parlament unabhängig davon und verzichtete nach dem Ja zur Individualbesteuerung darauf, sie zurückzuziehen. Sie will sie nun als Alternative zur Abstimmung bringen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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