Das russische Digitalministerium hat Yandex nach ukrainischen Drohnenangriffen bei der Verlagerung wichtiger Systeme auf externe Ersatzserver unterstützt. Minister Maksut Schadajew sagte dem Wirtschaftsnachrichtenportal RBC, sein Haus habe dem Unternehmen zusätzliche Standorte für die Verlagerung zentraler Systeme bereitgestellt, berichtete The Moscow Times.
Dadurch waren Such- und Navigationsdienste, Essenslieferungen sowie Bankdienstleistungen beeinträchtigt. Auch Unternehmenskunden von Yandex Cloud, darunter die Einzelhandelsunternehmen Lenta und Magnit, waren betroffen.
Die Dienste Yandex Pay und Yandex Cloud waren am Mittwochabend offenbar noch nicht vollständig wiederhergestellt. Yandex erklärte, das Unternehmen entwickle seit vielen Jahren eine verteilte Infrastruktur und Kapazitäten zur Datensicherung an unabhängigen Standorten.
Der Vizepräsident des staatlichen Telekommunikationsunternehmens Rostelecom, Waleri Jermakow, forderte den Bau geografisch isolierter und dezentraler Sicherungsrechenzentren. Es werde ein sogenannter „Doomsday“-Standort benötigt, an dem sich Dienste im Notfall wiederherstellen ließen, sagte Jermakow.
Präsident Wladimir Putin berief ein Treffen zur Cybersicherheit mit Schadajew, Vertretern der staatlichen Sicherheitsbehörden und führenden Managern ein. Dazu gehörte auch Sberbank-Chef German Gref. Das Rechenzentrum seiner Bank war in der Nacht durch Drohnen getroffen worden. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, das Treffen sei nicht als Reaktion auf die jüngsten „situativen“ Angriffe angesetzt worden. Putin forderte die Beteiligten zugleich auf, die digitalen Schutzmaßnahmen des Landes angesichts wachsender Sicherheitsbedrohungen zu verstärken.
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