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Aschbacher erarbeitet Konzept für europäische Missionen im Erdorbit

ESA-Chef Josef Aschbacher arbeitet für Dezember einen Vorschlag zur autonomen bemannten Raumfahrt aus. Zunächst könnten Flüge in den niedrigen Erdorbit geplant werden.

Aschbacher erarbeitet Konzept für europäische Missionen im Erdorbit
Foto: Archivfoto: Bill Ingalls / Wikimedia Commons / Public domain

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ESA prüft eine eigene Kapazität für bemannte Raumflüge und zunächst Missionen europäischer Astronauten in den niedrigen Erdorbit
  • Ein eigenes Astronauten-Trägersystem würde laut Aschbacher über zehn Jahre rund zehn Milliarden Euro kosten
  • Nach dem NASA-Kurswechsel zur Mondbasis soll die Ministertagung in Rom über Europas bemannte Raumfahrt und Robotik entscheiden

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA prüft den Aufbau einer eigenen Kapazität für bemannte Raumflüge. ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher arbeite für eine Ministertagung im Dezember in Rom einen Vorschlag aus, der zunächst Flüge europäischer Astronauten in den niedrigen Erdorbit vorsehe, berichteten die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf ein Gespräch der APA mit Aschbacher.

Bisher seien ESA-Astronauten vor allem mit Raumfahrzeugen der USA ins All geflogen. Eigene geeignete Fahrzeuge habe die ESA derzeit nicht.

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Der Vorschlag ist eine Reaktion auf den Kurswechsel der NASA. Die US-Raumfahrtagentur habe ihre Pläne für die Raumstation „Lunar Gateway“ in der Mondumlaufbahn zugunsten einer Basisstation auf dem Mond geändert. Die ESA war an „Lunar Gateway“ beteiligt und muss ihre Planungen deshalb ebenfalls anpassen.

Für ein eigenes Trägersystem für Astronauten veranschlagt Aschbacher grob zehn Milliarden Euro über zehn Jahre. Eine Nutzung ausländischer Dienstleistungen würde nach seiner Einschätzung im selben Zeitraum etwa fünf Milliarden Euro kosten.

Eine Entscheidung über bemannte Raumfahrt und Robotik soll bei der Ministertagung in Rom fallen. Eine autonome bemannte Raumfahrt könne später auch eigenständige Flüge zum Mond ermöglichen. Nach Aschbachers Vorstellung würden Menschen und autonom gesteuerte Maschinen bei der Erforschung und dem Aufbau einer Mondbasis zusammenarbeiten. Maschinen könnten dabei mit Künstlicher Intelligenz arbeiten und eigenständig Aufgaben übernehmen.

Die ESA müsse zudem mit der NASA über eine neue Zusammenarbeit verhandeln. Ursprünglich habe Europa beim Aufbau von „Lunar Gateway“ mitwirken, das „European Service Module“ liefern und im Gegenzug drei Flüge zur Station erhalten sollen. Nach dem Kurswechsel fordere Aschbacher nun Gespräche über Flüge zur Mondoberfläche. Die NASA sei der stärkste Partner der ESA, sagte er demnach.

Darin wird unter anderem der Aufbau einer europäischen Kapazität für den Transport von Astronauten als Schritt zur Stärkung der technologischen und industriellen Basis Europas bezeichnet.

Aschbacher warnte außerdem vor einer Fragmentierung europäischer Satellitenprogramme. Europa müsse sich im internationalen Wettbewerb stärker zusammenschließen. Als Beispiel nannte er das Satellitennetzwerk Starlink, das derzeit den Weltmarkt für satellitengestützte Internetsignale und Kommunikation dominiere. Zehn voneinander getrennte europäische Systeme könnten dagegen nicht konkurrieren, sagte er demnach.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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