Die Ernährungssituation in Afrika südlich der Sahara hat sich nach Angaben der Welthungerhilfe verschärft. Besonders alarmierend sei die Lage im Sudan, in der Demokratischen Republik Kongo und in Nigeria, berichtete Spiegel Online.
Erstmals seit dem Jahr 2000 habe sich die weltweite Hungersituation wieder verschlechtert, geht aus zwei Berichten der Welthungerhilfe hervor. In 32 Ländern nahm der Hunger demnach seit 2018 zu, in 20 weiteren habe es kaum Fortschritte gegeben. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) bezeichnete die aktuellen Hungerzahlen als Alarmsignal.
Das entsprach fast der Hälfte der Bevölkerung. Nach Schätzungen der Uno benötigten insgesamt 33,7 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.
Besonders betroffen sei der ärmere Norden. Dort verschärften Gewalt, hohe Lebensmittelpreise und Überschwemmungen die Not.
Mehr als zehn Millionen von ihnen lebten in umkämpften östlichen Provinzen. Kämpfe, Vertreibungen und Plünderungen behinderten Landwirtschaft und Handel. Hinzu komme ein schwerer Ebola-Ausbruch.
Davon waren 147,4 Millionen Menschen betroffen. Gewalt vertreibe Menschen von ihren Feldern und unterbreche Handelswege. Dürren, Überschwemmungen und hohe Preise verschärften die Not.
Zugleich ging die Finanzierung humanitärer Ernährungshilfe in Krisengebieten nach Angaben von Aktion gegen den Hunger zwischen 2022 und 2025 um 59 Prozent zurück. Die Kürzungen gefährdeten auch die Datenerhebung und erschwerten damit die Erfassung des Ausmaßes der Krisen.
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