Im September zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher 11,3 Prozent mehr für Kartoffeln als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Nach vorläufigen Ergebnissen werden in diesem Jahr 10,4 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Das wären rund ein Viertel weniger als 2025, als 13,9 Millionen Tonnen zusammenkamen. Weniger Kartoffeln wurden zuletzt 2018 mit 8,9 Millionen Tonnen geerntet.
Auch auf der Erzeugerebene stiegen die Preise. Landwirte erhielten im August 61,5 Prozent mehr Geld für Kartoffeln als im Vorjahreszeitraum. Damit erhöhte sich der Kartoffelpreis auf dieser Ebene so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Die Erzeugerpreise für sämtliche pflanzlichen Produkte legten um 12,3 Prozent zu.
Als Gründe nennt der Bericht eine um 11,1 Prozent verringerte Anbaufläche sowie die Dürre. Dadurch seien die Kartoffeln kleiner ausgefallen. Während die Landwirte im Vorjahr durchschnittlich 46 Tonnen pro Hektar ernteten, waren es aktuell 38,9 Tonnen.
Der Selbstversorgungsgrad lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 145 Prozent. Das Statistische Bundesamt teilte mit, ein großer Teil der Kartoffeln und Kartoffelprodukte werde deshalb exportiert.
Bei verarbeiteten Kartoffelprodukten für die Tiefkühltruhe, darunter Pommes und Kroketten, ist der Preisanstieg bislang nicht angekommen. Diese Produkte waren zuletzt 4,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
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