Das Team des Sonderermittlers Cho Eun-suk hat am Freitag (16. Oktober) im Berufungsverfahren gegen den früheren südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol eine Haftstrafe von 30 Jahren gefordert. Yoon soll Drohneneinsätze nach Nordkorea angeordnet haben, um Pjöngjang zu provozieren und mögliche nordkoreanische Provokationen als Begründung für die Verhängung des Kriegsrechts zu nutzen, berichtete Yonhap.
Ebenfalls 30 Jahre Haft forderte das Team für den früheren Verteidigungsminister Kim Yong-hyun. Für Yeo In-hyung, den früheren Kommandeur des Defence Counterintelligence Command, beantragte das Team 20 Jahre Haft. Der frühere Leiter des Drone Operations Command, Kim Yong-dae, soll fünf Jahre ins Gefängnis.
Ein erstinstanzliches Gericht hatte Yoon im Juni zu 30 Jahren Haft verurteilt. Nach dem Urteil habe er im Oktober 2024 das Drone Operations Command angewiesen, Drohnen nach Pjöngjang zu schicken. Damit habe er einen militärischen Zusammenstoß provozieren wollen, der im Dezember desselben Jahres als Vorwand für die Verhängung des Kriegsrechts dienen sollte.
Das Bezirksgericht Seoul Central hatte auch Kim Yong-hyun zu 30 Jahren Haft verurteilt. Yeo erhielt 15 Jahre Haft, gegen den früheren Leiter des Drone Operations Command, Kim Yong-dae, verhängte das Gericht eine Bewährungsstrafe von drei Jahren.
Das Team des Sonderermittlers erklärte, die Angeklagten hätten ihre militärische Befehlsgewalt und operative Kontrolle missbraucht, um einen bewaffneten Zusammenstoß mit Nordkorea herbeizuführen und einen Vorwand für die Verhängung des Kriegsrechts zu schaffen. Die Art ihrer Straftaten sei schwerwiegender als ein Aufstand. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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