US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut scharf kritisiert. Selenskyj sei schwieriger im Umgang als der russische Präsident Wladimir Putin, sagte Trump in einem Gespräch mit dem US-Medium Newsmax, berichtete BBC World.
Trump bezeichnete außerdem die neuen ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien als „Schande“. Die Angriffe würden lediglich den weltweiten Ölpreis erhöhen. Es gebe viele andere Ziele, die getroffen werden könnten, sagte der US-Präsident.
Selenskyj hält sich zu einem Gipfel mit EU-Spitzen in Brüssel auf. Er hatte die Angriffe auf Energieziele auf Trumps Bitte für drei Tage ausgesetzt. Am Donnerstag habe er jedoch erklärt, die Angriffe würden wieder aufgenommen, weil Moskau die Feuerpause zu keinem Zeitpunkt eingehalten habe.
Währenddessen gingen die tödlichen Angriffe auf die Ukraine weiter. Bei einem russischen Drohnenangriff auf die nordostukrainische Stadt Charkiw seien mehrere Menschen getötet worden, teilte der Regionalgouverneur Oleg Synegubov mit. Mindestens 14 Menschen seien verletzt worden.
In Brüssel traf er unter anderem mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte sowie den Präsidenten Polens, Frankreichs, Dänemarks und Belgiens zusammen. Einen Tag zuvor hatte er in London den britischen Premierminister Andy Burnham getroffen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die EU habe Trumps Feuerpause für Energieziele unterstützt. Russland habe sie jedoch nicht eingehalten und die Angriffe eskaliert. Deshalb müsse der Druck durch Sanktionen erhöht werden. Keine Sanktionen würden aufgehoben, solange Russland den Krieg nicht beende, sagte von der Leyen.
Trumps Äußerungen weisen auf ein belastetes Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine hin. Selenskyj wolle keine Einigung, obwohl er das behaupte, sagte Trump.
Trump kritisiert die ukrainischen Angriffe auch im Zusammenhang mit einem kürzlich angekündigten Abkommen über die Einfuhr von 300.000 Tonnen russischen Diesels in die USA. Die Vereinbarung soll dazu beitragen, die Treibstoffpreise zu senken. Selenskyj hatte sie als Geschenk an Putin bezeichnet.
Für den EU-Gipfel kündigte Selenskyj Gespräche mit den Vorsitzenden des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission sowie mit den Ministerpräsidenten Ungarns, Finnlands und Schwedens an.
Kommentare (0)