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Jihadistische Gruppen liefern sich schwere Kämpfe im Sahel

Im Grenzgebiet von Burkina Faso, Mali und Niger sind Kämpfe zwischen dem Islamischen Staat und der al-Qaida-nahen JNIM eskaliert. Die Angaben zu Hunderten Toten sind bislang nicht unabhängig bestätigt.

Jihadistische Gruppen liefern sich schwere Kämpfe im SahelSymbolbild
Foto: RDNE Stock project · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Grenzgebiet von Burkina Faso, Mali und Niger kämpfen ISSP und JNIM seit September in beispiellosem Ausmaß
  • Die ISSP behauptet, binnen vier Tagen in Oudalan mehr als 400 JNIM-Kämpfer getötet zu haben; unabhängig bestätigt ist das nicht
  • Zwischen 2019 und dem vergangenen Monat gab es laut einem Analysten mehr als 320 Gefechte mit etwa 2.200 Toten

Im Grenzgebiet von Burkina Faso, Mali und Niger haben sich rivalisierende jihadistische Gruppen zuletzt schwere Kämpfe geliefert. Die Gefechte zwischen der Islamischen Staatsprovinz Sahel (ISSP) und der al-Qaida-nahen Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) hätten seit September ein beispielloses Ausmaß erreicht, berichtete Africanews.

Die ISSP erklärte zu Wochenbeginn, sie habe vier Tage zuvor in der Provinz Oudalan in Burkina Faso mehr als 400 JNIM-Kämpfer getötet. Unter den Opfern seien mehrere Anführer gewesen. Die Angaben wurden bislang nicht unabhängig bestätigt. Der Konfliktanalyst Heni Nsaibia sagte, sollte sich die Zahl bestätigen, wäre es die tödlichste einzelne Schlacht zwischen den beiden Gruppen.

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Anfang September hatte die ISSP nach eigenen Angaben in derselben Region mehr als 200 Menschen getötet. Zwischen 2019 und dem vergangenen Monat seien die beiden jihadistischen Gruppen in mehr als 320 Gefechte verwickelt gewesen, sagte Nsaibia. Dabei seien etwa 2.200 Menschen gestorben.

Die jüngsten Kämpfe zwischen JNIM und ISS brachen nach Angaben des westafrikanischen Journalistenkollektivs Wamaps am 9. Oktober im Dreiländereck aus. Beide Gruppierungen beanspruchten Einfluss auf dieselben Gebiete, Verkehrswege und lokalen Bevölkerungen. Sie kämpften um denselben möglichen Lebensraum und dieselben Rekrutierungsgebiete, sagte der Jihadismus-Experte Wassim Nasr in einer Studie. Es gehe um die Kontrolle der Grenzen zwischen den drei Ländern.

Die Rivalität habe die Expansion beider Gruppen im Sahel vorangetrieben. Die Militärregierungen in Ouagadougou, Bamako und Niamey hätten Schwierigkeiten, die Gewalt einzudämmen. Ein Bericht von UN-Experten an den Sicherheitsrat bezeichnete die Auseinandersetzungen als die weltweit intensivste direkte Konfrontation zwischen einem Ableger von al-Qaida und einer mit dem Islamischen Staat verbundenen Gruppe.

Die Kämpfe waren zunächst auf Mali und Burkina Faso begrenzt. In den vergangenen Monaten breiteten sie sich laut Nsaibia auch in den Westen Nigers und bis in den Nordwesten Nigerias aus. Die ISSP habe von ihrem Stützpunkt im malischen Menaka aus ihren Einfluss auf die nigrischen Regionen Tahoua, Dosso und Maradi bis zur Grenze Nigerias ausgedehnt, sagte Nasr. Dadurch würden der Transfer von Kämpfern, Ausrüstung und Erfahrung mit der im Tschadsee-Becken aktiven IS-Fraktion ISWAP erleichtert.

Hinter der Gewalt stehen nach Einschätzung von Experten unterschiedliche Vorstellungen vom Jihad. JNIM verübe zwar ebenfalls Übergriffe gegen Zivilisten, konzentriere sich aber stärker auf lokale Verankerung, Bündnisse mit Gemeinden sowie Angriffe auf staatliche Kräfte und ausländische Truppen. Die ISSP verfolge dagegen einen härteren, grenzüberschreitenden Ansatz und greife auch Zivilisten an, die sich ihrer Herrschaft widersetzten, sagte die Sahel-Expertin Hasret Kargin.

Die UN-Experten verwiesen auf Berichte über Überläufer von JNIM zur ISSP. Im Juli hatte JNIM nach eigenen Angaben einen ihrer Kommandeure getötet, der zur ISS gewechselt sei. Trotz der von der ISSP behaupteten hohen Verluste bleibe JNIM die führende terroristische Bedrohung im Sahel. Die UN schätzten ihre Stärke auf 7.000 bis 8.000 Kämpfer, die der ISS auf 2.000.

Kargin zufolge habe JNIM erhebliche Verstärkung aus anderen Regionen in das Kampfgebiet verlegt. Wegen ihrer größeren Truppenstärke werde JNIM in den kommenden Tagen heftige Gegenangriffe starten, prognostizierte sie.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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