Die Sparkassen steigen in den Handel mit Kryptowerten ein. Wie n-tv berichtet, können Kundinnen und Kunden Bitcoin, Ethereum und weitere digitale Währungen künftig über die bestehende Sparkassen-App kaufen, verkaufen und verwahren. Ab Wochenbeginn sollen die ersten Kundinnen und Kunden handeln können, nachdem die Institute lange gezögert hatten.
Zum Start steht das Angebot nur bei den ersten teilnehmenden Sparkassen bereit. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) sollen pro Monat weitere 30 bis 40 Häuser hinzukommen. Einen einheitlichen bundesweiten Starttermin gibt es nach Darstellung des Verbands nicht.
Zunächst vorgesehen sind die Kryptowerte Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana und Polygon. Bereitgestellt wird das Angebot von der Dekabank, dem Wertpapieranbieter der Sparkassen.
Der DSGV betont, das Angebot richte sich an Menschen, die eigenständig Kryptowährungen erwerben, veräußern und aufbewahren möchten. Eine Beratung oder breit angelegte aktive Werbung durch die Sparkassen sei nicht vorgesehen.
Joachim Schmalzl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV, sagte, jede Sparkasse entscheide selbst, wann sie starte. Das Interesse innerhalb der Gruppe sei groß, weitere Institute würden Woche für Woche hinzukommen.
Entscheidend seien die Nachfrage der Kundschaft und ein verlässlicher europäischer Rechtsrahmen gewesen.
Bei jungen Menschen sind Kryptowährungen besonders beliebt. Bei den Sparkassen gab es dagegen lange Bedenken, weil Kryptowährungen stark schwanken und als riskant gelten.
Manche Kryptowährungen haben langfristig stark zugelegt. Kritiker warnen dennoch immer wieder vor Spekulationsblasen. Aus Sicht der Sparkassen bleiben Kryptowährungen hochspekulative Anlagen, betont der DSGV. Im Mittelpunkt der Vermögensbildung blieben nach dessen Darstellung weiterhin Wertpapieranlagen, Sparpläne und Beratung.
Kommentare (0)