Firmenchefs in Deutschland blicken erstmals seit Jahren wieder zuversichtlicher auf die Lage ihrer Unternehmen. Das geht aus einer Erhebung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG hervor, über die Spiegel Online berichtete. Demnach erwarten 86 Prozent der befragten Manager in den nächsten drei Jahren ein Wachstum. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.
KPMG spricht in seiner Analyse von vorsichtigem Optimismus, der in den deutschen Chefetagen zurückkehre. Die Konjunkturaussichten für Deutschland hätten sich zuletzt aufgehellt.
Fast 70 Prozent der befragten deutschen Firmenchefs rechnen in den kommenden drei Jahren mit einem Gewinnwachstum von 2,5 Prozent oder mehr für ihr Unternehmen. 2025 waren es erst 42 Prozent. Auch ihre Einschätzung zur eigenen Branche und zum Standort Deutschland fällt besser aus als im Vorjahr.
Auch unter Ökonomen wächst die Zuversicht für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr. Immer mehr von ihnen trauen dem Land in diesem Jahr ein größeres Wachstum zu. Die Bundesregierung hat ihre Prognose für 2026 zuletzt mehr als verdoppelt, auf 1,3 Prozent.
Beim Blick auf die Weltwirtschaft bleiben die Firmenchefs dagegen zurückhaltend. 62 Prozent rechnen dort mit Wachstum, im Vorjahr waren es 64 Prozent. KPMG schreibt, deutsche Firmenchefs bewerteten das globale Umfeld etwas vorsichtiger als ihre internationalen Kollegen.
77 Prozent sehen laut Umfrage KI als wichtigste Investitionspriorität. Zudem ziehen 90 Prozent der Firmenchefs in den kommenden drei Jahren Übernahmen in Betracht.
Trotz der gestiegenen Zuversicht sehen die Unternehmen ein schwieriges Umfeld.
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