Demnach reichen Finanzmittel allein nicht aus, um Kapazitäten für die Umsetzung zu schaffen.
Die Forscher sehen die größten Engpässe bei Berufen in den Bereichen Infrastruktur, Energiewende und Digitalisierung. Ob die Vorhaben gelingen, hänge maßgeblich davon ab, ob genügend qualifizierte Beschäftigte zur Verfügung stünden, die sie planen, bauen und betreiben. Auf diese drei Berufsgruppen entfielen 44 Prozent der gesamten Fachkräftelücke über alle Berufe.
Am stärksten fehlten laut den Kölner Forschern technische Fachkräfte, die die Projekte physisch umsetzen.
Die Bundesregierung hat ihre Prognosen für die deutsche Wirtschaft zuletzt deutlich angehoben, ebenso führende Ökonominnen und Ökonomen sowie der Internationale Währungsfonds. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,3 Prozent steigen, 2027 um 1,1 Prozent. 2028 soll das Wachstum mit 0,6 Prozent langsamer ausfallen.
Der Fachkräftemangel geht laut IW vor allem auf die demografische Entwicklung zurück und lässt sich nur teilweise durch Zuwanderung ausgleichen.
IW-Konjunkturchef Michael Grömling sagte, dass der Staat seinen Investitionsstau auflöse, sei zwar richtig. Öffentliche Ausgaben könnten private Investitionen für nachhaltiges Wachstum jedoch nicht ersetzen.
Eine weitere IW-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Investitionslaune der Privatwirtschaft in den vergangenen Jahren schlecht gewesen sei. Zusammengenommen ergäben sich geschätzte Investitionsausfälle von rund 420 Milliarden Euro.
Die öffentlichen Investitionen liegen dagegen 20 Prozent höher als 2019.
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